Hurra- endlich Schnee! Und glaubt man den Wettervorhersagen, soll es den im neuen Jahr (2018) noch in Hülle und Fülle geben wie schon lange nicht mehr. Des eine Freud, ist des anderen Leid - jedenfalls wurden zu Wochenbeginn „Hamsterkäufe“ in Sachen Streusalz gemeldet. Am Dienstag verabredeten sich schon in der Schule die Hundsbacher Schüler zu einer Schlittenpartie in der weißen Winterpracht – die Temperaturen waren ideal, nicht zu kalt. Da durfte eine Schneeballschlacht natürlich nicht fehlen, und da kam bei der Rodelpartie Freude auf. So macht spontaner Wintersport Riesenspaß. Seit alters her wird direkt am Friedhof und am Ortseingang /Hauptstraße hinunter in Richtung Gärten Schlitten gefahren - für die Kleinsten ein ideales Freizeitvergnügen. Hundsbach liegt relativ hoch und hat immer mehr Schnee als Nachbargemeinden. Groß und Klein sausten auf Bob-, Rodel- oder Lenkschlitten den Hang hinunter und die Hunde nebenher. Ruckzuck bauten die Mädels um Kassandra und Kara Frick, Natascha Immerheiser, Lena Konrad, Zoe Lörsch, Lara-Joy Westenberger und Emily Reidenbach einen prächtigen und dickbauchigen  Schneemann; - flugs wurden im Nachbarhaus bei Doris Martin für das rechte Outfit eine Karotte und ein geeigneter Schal gefunden. Schließlich soll es ihm nicht kalt werden, und die Kleinsten noch lange Freude an der weißen Pracht haben.

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

 

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Kosovo, Syrien, die Ostukraine mitsamt dem verheerenden MH 17 Flugzeugabschuss hoch über den Wolken – die Aufzählung von Krieg, Terror und Gräueltaten ließe sich beliebig lang fortsetzen. Wir leben in einer Welt voller Unfrieden und Zerstörung: „Hilflos müssen wir zusehen, wie der Krieg auf dieser Erde kein Ende nimmt. Viele Kinder, viele Frauen sind Opfer dieser Kriege in der Welt. Es ist, als hätte die Menschheit nichts dazu gelernt“, Superintendent Marcus Harke sprach den Besuchern beim Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe vor 70 Jahren auf Hundsbach aus der Seele. 16 Menschen im Alter von 13 bis 76 Jahren fielen dem Bombardement zum Opfer, 15 wurden namentlich verlesen, darunter eine Frau aus Meisenheim und ein Pole, ein Franzose starb in einem Krankenhaus. 75 Prozent waren zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen. Hundsbach glich einer Geisterstadt“, so Chronisten. Trauer und Panik, Schock und Verzweiflung überkam die Einwohner aus heiterem Himmel und zerstörte abrupt die dörfliche Idylle, zumal die Menschen aus den ausgebombten Städten in diesen letzten Kriegsmonaten vor 70 Jahren aufs sicher geglaubte Land flüchteten. Und doch war Hundsbach nur ein Randereignis, bekanntlich wurde zeitgleich Dresden zerstört, wo 25.000 Opfer zu beklagen waren.

Die Gedenkandacht in der evangelischen Kirche Hundsbach war gut besucht, der Pfarrer schloss alle Opfer der beiden Weltkriege und der Nazidiktatur in sein Gebet ein, ohne alte Wunden aufreißen zu wollen: „Es hat etwas Gespenstiges, wenn ich mir das versuche vorzustellen“, fand Pfarrer Marcus Harke die richtigen Worte, als am 20. Februar (2015) vor 70 Jahren sich die Gemeinde mit vielen Menschen aus den umgebenden Dörfern im Morgengrauen um 7.30 Uhr auf dem Friedhof versammelte. Die Särge waren vorher in den Ruinen der Kirche aufgebahrt. Nun wurden die Toten in einem Massengrab beigesetzt. Im Hintergrund die mächtige Kirche, das Dach ein Gerippe, die Fensterhöhlen leer und dunkel. Höfe und Häuser waren zerstört – Vieh wurde in Bombentrichtern verscharrt. Die Auswahl der beiden Psalmverse 9 und 10 für die Predigt als Bitte „lassen die Hilflosigkeit, ja Sprachlosigkeit vermuten mit der auch Pfarrer Röhrig diesem schrecklichen Ereignis gegenüberstand“.

Der Schock dieser Tage steckte allen in den Gliedern. Die merkwürdige Uhrzeit, die Beerdigung um halb acht in der Frühe anzusetzen, geschah wohl aus der Angst, es könnten noch weitere Angriffe folgen, vermutete der Seelsorger. Tatsächlich flog um 11.15 Uhr noch einmal ein Flugzeug über Hundsbach. Es war ein Aufklärungsflugzeug und machte eine Luftaufnahme von dem angerichteten Schaden, „sozusagen eine Ergebnissicherung". Gleichzeitig kamen fast jeden Tag neue Schreckensmeldungen von gefallenen Soldaten. Mütter und Väter beweinten ihre Söhne, Kinder blieben ohne Vater, junge Frauen wurden zu Witwen.

„So können wir klagen - aber nicht anklagen. Von keinem Tag zwischen 1939 und 1945 darf Deutschland behaupten, es habe einen Verteidigungskrieg geführt“, konstatierte Harke. Die Toten müssten uns warnen, nie wieder in ein solches Denken zu verfallen, wie es von unserem Land ausgelöst wurde. Der frühere Hundsbacher Pfarrer sparte das Verbrechen an Juden ebenso wenig aus, wie „eine unzweideutige aktive Parteinahme, aber eben auch politische und menschliche Gleichgültigkeit. Das dürfen wir nie vergessen. Ja, wir müssen uns an das Schlimme zurückerinnern“. Die Toten zu vergessen, könne tödlich werden; - von dem jüngst verstorbenen Bundespräsidenten Richard von Weizäcker zitierte er den Satz: „Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart“.

„Wir sehen heute kaum noch und wollen es auch nicht wahrhaben, dass der Wohlstand den wir haben, auf den Gräbern der Opfer der beiden großen Kriege steht“, sagte er, auch in Hundsbach seien die Menschen nach dieser schrecklichen Bombardierung zusammengerückt, Gott habe einen neuen Anfang ermöglicht.

Möge uns die Erinnerung helfen, hier sensibel zu bleiben, statt in alte Denkmuster zurückzufallen, war sein Appell in die Zukunft gerichtet. Im Gedenken an die Opfer der Bombardierungen sollten wir uns aufraffen und erheben aus dem Geist des Alten, des Hasses und der Gewalt, und uns ergreifen lassen von dem Geist Gottes, in dessen Sinne die Jahreslosung 2015 steht: „Nehmet einander an, wie Christus euch auch angenommen hat, zur Ehre Gottes“. Diese Botschaft in die ganze Welt zu tragen, bleibe eine hehre Aufgabe.

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

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K6Ferienprogramm 2014

Ferienprogramm 2014

 

 


 HansphHundsbacher Stellmacher Hans Philippi bringt preußische Kanone auf Trapp (aus dem Jahr 2014)

Hans Philippi - Zwei neue Räder für Wahrendorff auf Schloss Dhaun

 

 


 gedenk1Gedenkgottesdienst in Hundsbach für 16 Opfer nach Bombardement 1945 (aus dem Jahr 2015)

Gedenkgottesdienst in Hundsbach für 16 Opfer nach Bombardement 1945

 

 


 DSC09671Hurra- der Schnee ist da (aus dem Jahr 2017)

Hurra- endlich Schnee

 

 


 

 

 

 

 

Schloss Dhaun. Im Innenhof unter mächtigen Roß-Kastanienbäumen mit ausladender Krone stehen seit Jahrzehnten zwei Geschütze aus dem vorletzten Jahrhundert. Mit der preußischen Hinterladekanone vom Typ Wahrendorff erhielt nun von dem Hundsbacher Wagner Hans Philippi ein ganz besonderes Exemplar im Dhauner Schlosshof zwei neue Räder.

Der Hundsbacher Stellmacher wollte kein Aufheben um seine Person machen. Hans Philippi ist in dritter Generation Wagner eines aussterbenden Berufszweiges, seit Ende der 1950-er Jahre gummibereifte Pneus die eisenbereiften Wagen in der Landwirtschaft ablösten.

Das nostalgische Relikt aus längst vergangenen Tagen komme jetzt wieder „voll zur Geltung“, lobte Kreisbaudirektor Hans Bergs und hakte mehrfach nach, um dem Experten Berufsgeheimnisse über sein handwerkliches Wissen und Können zu entlocken. Es gab gerade beim Reifenbau spezielle Zirkel und Faustregeln. Unter dem Eisenreif sitzen sechs so genannte Felgen, die durch zwölf Speichen mit der Radnabe verbunden sind.

Ist das Rad 1,20 Meter hoch, dann misst die einzelne von sechs Felgen 60 Zentimeter. Und: Die Felgen und Speichen hielten länger, wenn die Holzscheite für Kanthölzer oder Bohlen nicht mit der Bandsäge geschnitten, sondern das Holz mit Keilen und von Hand gerissen wurden.

„Früher war es einfacher, als das Geschäft noch florierte“, gab der Senior zu bedenken - weil heute zunehmend die Gerätschaften und das passende Werkzeug rar werden und auch hier die alte Binsenweisheit „Übung macht den Meister“ zutrifft. Mit dieser makellosen Arbeit jedoch fühlte sich Hans Philippi im 85.Lebensjahr „noch einmal voll bestätigt“, wie er sagte. Zeitlebens betrieb er sein Sägewerk in Hundsbach, machte sein Hobby zum Beruf, und schaut noch immer bei seinem Sohn Werner nach dem Rechten.

Das Geschütz auf Schloss Dhaun wurde vor Jahrzehnten schon einmal restauriert und sei es wert, als Schmuckstück der Nachwelt erhalten zu bleiben, betonte VG-Bürgermeister Werner Müller.

Das Teil im Fadenkreuz: Bei der Kanone handelt es sich um eine preußische Hinterladekanone vom Typ Wahrendorff, Modell C 61, Bauart nach 1861 mit Kolbenverschluss und Kaliber 9 Zentimeter, womit sechs- oder 12-Pfünder Munition verschossen wurde. Der Kirner Experte und Diplom-Ingenieur Herbert Jäger fertigte 1995 eine Expertise an, er schreibt: „Mit diesem Geschütztyp, einer Flachfeuerwaffe, die Vollgeschosse gegen Mauern und `Kartätschen`, eine Art Riesenschrot, gegen Truppen verschoß, führte Preußen als erstes Land der Welt bei der Feldartillerie einen kriegsbrauchbaren Hinterlader ein, der auch bereits ein Rohr aus Gußstahl von Krupp besaß. Die Lafette scheint ein späterer Nachbau zu sein“. Jedoch: Die Überlegenheit der deutschen Hinterladeartilleriekanone entschied 1870/71 den Krieg gegen Frankreich, nicht zuletzt, weil Preußen den anderen Staaten des Deutschen Bundes den Nachbau gestattete. Ein Vollgeschoss des Kalibers 9 Zentimeter aus Gußeisen steht in einer Glasvitrine auf Schloss Dhaun. Es fehlt ihm der umgossene dicke Bleimantel, der den Drall aufnahm und dem Geschoss die Kreiselstabilität verlieh.

 

Text und Bilder Bernd Hey www.heylive.de

 

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Am 3. September-Wochenende heißt es in Hundsbach wieder:
“Modder zieh de Mondel on mer gehn donze!”

Denn am 15. September beginnt um 17.00 Uhr mit dem Aufstellen des Kerwebaumes und dem legendären Fassanstich die Hundsbacher Kerb im Sportheim. Für eine gute Unterlage sorgt ab 18.00 Uhr die Familie Dag mit ihren “Best Döner “-Leckereien und verwöhnt während des Kerwe-Samstags mit Würstchen, Hamburgern, Pommes, Salaten und natürlich Dönern. Ab 19.30 Uhr ist Einlass ins Vereinsheim, wo ab 21.00 Uhr zur Live-Musik der Band “2 for you” getanzt und gefeiert werden kann. Und alles im Open-End-Modus bei Asbach, Sekt, HundsBach-Wasser & Co.

Da Kerb, Kirchweih oder Kirmes(s) letztendlich eine alte kirchliche Tradition sind, startet auch in Hundsbach der Kerwe-Sonntag um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Sportheim. Im Anschluss daran gibt es dann Frühschoppen und Mittagessen. Selbstgebackene Kuchen-Variationen runden den kulinarischen Genuss ab. Doch damit nicht genug! Denn die Hundsbacher haben ab 14.00 Uhr noch ein “Buntes Programm” am Start! ACapälzJer, Modern Dancer, Hundsbacher Gollebiebcher und die Tanzgruppe RSM Bullies rocken den Saal, während die Kids beim Kinderschminken ihren Spaß haben. Da darf die Kerwered mit Hundsbacher Highlights und die Wahl des Quetschkuche-Königs/ der Quetschekuche-Königin nicht fehlen! Danach lassen die Hundsbacher den Kerwe-Sonntag in bester Feierlaune ausklingen.

Wer noch immer nicht genug hat, sollte sich auf keinen Fall den Kerwe-Montag entgehen lassen, der traditionell um 10.00 Uhr mit Frühschoppen und Eierbacken beginnt. Um die Mittagszeit gibt es dann wieder Leckereien aus der Küche. Es folgt ein fröhliches Beisammensein mit Feiern bis zum Abwinken. Ende offen!
“Kommt zahlreich zur Hundsbacher Kerb und bringt gute Laune mit! Wir freuen uns auf Euch.“

 

Text: Patricia Webb